Vorschulalter und Schule
Bei der Förderung von Kindern, die vom Usher Syndrom betroffen sind, muss man, was die Förderung und Ausbildung betrifft, unterscheiden, ob ein USH1 oder USH2 vorliegt.
Bei Usher-Syndrom Typ I-betroffenen Kindern, die auf Grund einer Hörnervschädigung kein Cochlea Implantat erhalten können, empfehlen wir den Besuch einer Gehörlosenschule. Hier erlernen die Kinder die Gebärdensprache oder Lormen, eine Art Handalphabet. Kinder mit einem CI (Cochlea Implantat) können eine normale Regelschule besuchen. Dabei sind gute Licht- und Sichtverhältnisse an den Sitzplätzen zu beachten.
Kindern mit einem Usher-Syndrom Typ II empfehlen wir eine Hörbehindertenschule, in der die Kinder mittels Hörgeräten und Lippenlesen zu kommunizieren lernen. Denn beim Usher-Syndrom ist die Hörbehinderung die primäre Behinderung. Daher ist der auf Hörbehindertenschulen durchgeführte Anschauungsunterricht auch für die Sehbehinderung besonders günstig.
In den Schulen sollte aufgrund des eingeschränkten Kontrastsehens besondere Aufmerksamkeit auf eine gute Beleuchtung in den Räumen und beim Sitzplatz gelegt werden.
